Eine gute Kunstblume versucht nicht zu viel zu sein. Sie sieht am besten aus, wenn Stiel, Größe der Blüte und Farbe zur Umgebung passen. Eine schmale Glasvase benötigt oft einige luftige Zweige, während eine hohe Bodenvase längere Stiele und größere Blüten verträgt. Deshalb gibt es in der Auswahl verschiedene Längenoptionen, wie 30–40 cm kleine Stiele, 50–60 cm Standardgrößen sowie längere Zweige für auffälligere Dekorationen.
Wählen Sie den Blumenstil passend zum Raum
Für das Wohnzimmer eignen sich oft natürliche und etwas üppigere Blumen wie Pfingstrosen, Rosen, Dahlien und Gladiolen. Sie verleihen dem Arrangement Schichten und sanfte Farben, ohne dass das Gesamtbild zu festlich wirkt. Eine cremefarbene Rose, eine rosa Pfingstrose oder eine pfirsichfarbene Dahlie passt gut zu einer skandinavischen Einrichtung, in der die Farbtöne sonst neutral sind.
Für Küche, Flur und Arbeitsplatz können leichtere Blumen gewählt werden: Margeriten, Kornblumen, Maiglöckchen oder kleine Blumenäste. Sie verleihen dem Raum Frische, nehmen aber nicht zu viel Platz ein. Wenn Sie eine frühlingshafte Stimmung suchen, sind Kirschblütenzweige, Apfelblütenzweige und Weidenkätzchen besonders gelungen. Sie haben eine zweigartige Struktur, die auch einzeln gut aussieht.
Die Länge hat eine überraschend große Bedeutung
Kürzere, etwa 30–40 cm lange Kunstblumen eignen sich für niedrige Vasen, kleine Tischarrangements und Regale. Zum Beispiel Mohn, Gerbera, Maiglöckchen, Margeriten oder kleine Dahlien lassen sich leicht arrangieren, ohne viel binden zu müssen. Sie sehen auch gut aus als Teil einer Gruppe von mehreren kleinen Vasen, bei denen jede Blume auf ihre Weise zur Geltung kommt.
Stiele von etwa 50–60 cm sind vielseitig einsetzbar und passen in die meisten gängigen Vasen. Gladiolen, Tulpen, Freesien, Anemonen und Rosen sind in dieser Größe beeindruckend, aber noch leicht zu handhaben. Wenn die Vase hoch ist oder Sie mehr vertikale Linien in der Dekoration wünschen, verleihen längere Zweige und Blumen, wie 67 cm lange Tulpen, 77 cm lange Gladiolen oder größere Apfelbaumzweige, dem Arrangement mehr Struktur.
Die Kombination macht das Arrangement natürlicher
Das schönste Ergebnis entsteht oft, wenn verschiedene Blumenformen kombiniert werden. Eine runde Pfingstrose oder Dahlie wird von einer höheren Gladiole, luftiger Schleierkraut oder einem zweigartigen Kirschblütenzweig begleitet. Margeriten und Kornblumen machen das Arrangement lässiger, während eine satinierte Gladiole ihm Festlichkeit verleiht. Die Farbe sollte an zwei oder drei Stellen wiederholt werden, damit der Strauß durchdacht und nicht zufällig wirkt.
Wenn Sie ein ruhiges Erscheinungsbild bevorzugen, probieren Sie eine Kombination aus Creme, Weiß, Vanille und Rosa. Das funktioniert fast zu jeder Jahreszeit. Für ein sommerlicheres Arrangement eignen sich gelbe Sonnenblumen, blaue Kornblumen, rote Mohnblumen und weiße Margeriten. Für den Herbst passen dunkles Orange, Malvetöne, Pfirsich und warmes Gelb.
Grüne Stiele und Bindedraht für den letzten Schliff
Grüne Kunstblumenstiele sind eine praktische Ergänzung, wenn Sie eigene Blumen gestalten, das Arrangement verlängern oder ihm mehr Struktur verleihen möchten. Separate Stiele eignen sich zum Basteln, für Kränze, festliche Dekorationen und Blumenschmuck, bei dem das Ergebnis seine Form behalten soll. Grüner Bindedraht hilft, die Blumen ordentlich miteinander zu verbinden, und fällt zwischen Blättern und Stielen nicht leicht auf.
Die Anpassungsfähigkeit ist eine der besten Eigenschaften von Kunstblumen. Stiele können vorsichtig in die Form der Vase gebogen, bei Bedarf mit Seitenschneidern gekürzt und beim Wechsel der Jahreszeiten neu arrangiert werden. Dieselbe Blume kann im Frühling Teil eines leichten Zweigarrangements und später eine Dekoration für den festlichen Tisch sein. Dies macht Zierblumen auch dann zu einer sinnvollen Wahl, wenn Dekorationen mehr als einmal verwendet werden.
Für Feste, Tischdekorationen und dauerhafte Arrangements
Kunstblumen sind besonders praktisch bei Hochzeiten, Konfirmationen, Geburtstagen, Schaufensterdekorationen und Veranstaltungen, bei denen die Blumen den ganzen Tag gut aussehen müssen. Sie verwelken nicht in warmen Räumen, fallen nicht auf den Tisch und überstehen den Transport besser als frische Schnittblumen. Aus einzelnen Stielen lassen sich leicht Tischvasen, Stuhldekorationen, Bogenblumen oder kleine Sträuße für Gästetische herstellen.
Bei dauerhaften Arrangements im Haus sollte man überlegen, wie nah die Blumen betrachtet werden. Auf einem Beistelltisch oder Esstisch sind Details wichtig, daher sollte man Blumen wählen, deren Farbton und Form natürlich wirken. Auf einem hohen Regal oder in einer Bodenvase zählt eher die Silhouette des Arrangements. Dann wirken Zweige, lange Gladiolen und größere Blumenstiele besonders gut.
So stellen Sie ein schönes Arrangement zusammen
Beginnen Sie mit der Auswahl einer Hauptblume. Das kann zum Beispiel eine Rose, Pfingstrose, Dahlie, Tulpe oder Gladiole sein. Fügen Sie leichtere Blumen wie Margeriten, Freesien oder Kornblumen hinzu und runden Sie das Arrangement mit Zweigen oder grünen Stielen ab. Eine ungerade Anzahl von Stielen wirkt oft natürlicher: drei, fünf oder sieben Blumen reichen in vielen Vasen aus.
Wenn Sie unsicher bei den Farben sind, wählen Sie einen neutralen Farbton und eine Akzentfarbe. Weiß und Blau wirken frisch, Creme und Rosa sanft, Orange und Gelb warm. Eine schwarze oder dunkle Gladiole verleiht einem modernen Arrangement einen dramatischen Touch. Mit kleinen Änderungen erhält dieselbe Vase ein völlig neues Aussehen, und genau deshalb sind dekorative Blumen so angenehm in der Dekoration: Sie lassen sich in Ruhe und ohne Eile kombinieren.
Sulje